Bericht 22.06.08 - Hoppi

Direkt zum Seiteninhalt
Distanzreiten > Distanzritte

zurück zu Distanritte 2008

Silberstern-Distanz am 22.06.08

Am Sonntag den 22.06 war nun unser zweiter 39 km Ritt und ich berichte mal XD:

Nur soviel, wir sind im Ziel leider wegen Kreislaufproblemen von Hoppi ausgeschieden, ihm gehts aber wieder gut.

Um 5.15 waren wir am Stall. Ich habe Hoppi Kraftfutter gegeben und wir haben alle Sachen in das Auto geladen. Freundi ist dann vorgefahren um den Paddock aufzubauen und ich bin mit Hoppi zu Fuss zu dem 1,8km entferntem Distanzstall gelaufen.

Morgens um 5:15 Uhr am Offenstall gehts wieder zu Fuß los. Hoppi hat seine neue Fliegen-/ Abschwitzdecke drauf ;-)
Um 6:40 Uhr waren wir dann da, der Paddock war bereits aufgebaut. Ich habe dann meine Mitreiter gesucht, meine Startnummer etc. abgeholt und Bezahlt und Hoppi für die TA-Voruntersuchung geputzt.

Er war diesmal total lieb und kaum aufgedreht, obwohl wir einen ungünstigen Platz hatten. Dierekt am Abreit/Startplatz und an der Schneise an der alle Pferde bzw. Reiter durchlaufen. Bin stolz auf Hoppi, dass er das so gut gemeistert hat.

Habe Hoppi dann beim TA vorgestell, alles i.O. Puls 48, aber das ist anfangs normal bei Ihm, etwas aufgeregt ist er dann doch.

Um 9 Uhr ritten meine Gruppe und ich dann los.

Nach 10 km der erste TA-check. Wir sind bis kurz vor dem Check noch getrabt, da wir nicht mehr ganz genau wusste wo die stehen, Hoppi hatte trotzdem gute 60. Meine Mitreiter waren auch unter 64 und so konnten wir alle weiter.

Nach 20 km hat mein Freund auf uns gewartet und wir und die Pferde konnten trinken. Hoppi wollte jedoch nichts.

Nach 30 km der 2te TA-Check. Wir hatten vorher ein kühle Waldstrecke und sind ausreichen schritt gegangen und dass wurde mit einem Puls von 44 belohnt, echt klasse. Meine Mitreiter waren auch wieder unter 64 und wir konnten alle weiter.

Nun war es schon 12 Uhr und die letzten 10 km gingen nur über Felder und die Sonne brannte echt schlimm.

7 km vor dem Ziel stand nochmal Freundi mit Wasser bereit und Hoppi wollte wieder als einziger nicht trinken.

Sind dann weitergeritten und kamen mit 9 min verspätung ins Ziel. 3 Stunden 54 waren erlaubt und wir haben 4 Stunden 3 gebraucht.

Im Ziel hatte dann Hoppi einen Puls von 80 und hat sich dann aufgrund von zu wenig trinken und Essen über den Tag nicht innerhalb von 20 min erholt. Puls nach 20 min noch 76.

Eine nette Dame hat uns dann mit Elektrolyte (mineral/Salzmischung) ausgeholfen ( ich glaube die selbe Frau die uns im März den Paddock geliehen hatte XD)und die Hoppi ins Maul gegeben. Kurz darauf hat er auch endlich 10 L getrunken. Seit 5 Uhr morgens dass erste Mal!!!

Und gegessen hat er dann auch wieder etwas Heu und Gras uns später zu Hause am Stall auch Kraftfutter.

Ich musste dann noch 2 Stunden nach Zieleinlauf zur TA-Nachuntersuchung und Transportfreigabe, aber Hoppi gings wieder besser, Puls 48.

Aufgrund von Salz-/Mineralmangel, kann es bei vielem Schwitze dazu führen dass Pferde nicht mehr trinken und appetitlos sind. Mann sollte daher durch Elektolyte bzw. Salzgabe vorbeugen und auch noch nach dem Ritt noch verabreichen.

Pferde können bis zu 85 g Salz über die Haut verlieren und Hoppis Fell war auch etwas weislich und tatsächlich Salzig (habs probiert).

Nicht jedes Pferd schwitz gleichviel Salz aus und andere Pferde haben auch mit wenig Wasser den Ritt gut überstanden, aber nun weis ich ja dass Hoppi bei großer Hitze ein Problem damit hat und nächstes Mal sind wir besser Vorbereitet.
Hoppi hat zur Vorsicht noch ein Nacht im Stall verbracht, aber am Dienstag zum Reitunterricht war er schon wieder Fit.

Noch etwas zu unserem Distanzritt.

Auf dem Ritt ist das Pferd einer Teilnehmerin auf eine Glasflasche getreten und durch die Splitter wurde die Beinaterie durchtrennt (das Blut spritze also förmlich). Zum Glück war dies kurz vor einem Trosserpuknt so dass schnell geholfen werden konnte indem man einen Autoverbandskasten missbrauchte, aber das ist schon eine schreckliche Vorstellung.

Aufgrund der sommerlichen Temperaturen hätte ich auch nicht viel angehabt und so eine Wunde abzubinden bis Hilfe kommt...also eines ist für mich jetzt klar:

Handy ist super wichtig, aber auch Mitreiter, denn oft ist man im Funkloch bzw. mitten auf dem Feld oder im Wald und jemand muss weiterreiten. Mann muss Jemanden bis zur nächsten beschilderten Straße schicken können, damit die Helfer wissen wo man ist.

Und ich werde mir nun etwas Verbadsmull und selbstklebendes Tape in meine Gürteltasche tun, die verbraucht kaum Platz und hilf erstmal bei sochen Sachen. Mit kleineren Verletzungen kann man das Pferd ja noch bis zum nächsten Trosspunkt führen und sich abholen lassen, aber es kann ja auch anders kommen.

Was hier noch dazukam ist, dass die Notrufnummer des Rittveranstalters garnicht mehr aktuell war und jeder hatte diese auf seiner Streckenkarte. Der TA und eine Transportmöglichkeit konnten nur organisiert werden, da einer der Helfer am Startplatz stand und ein Handy hatte. Echt schlimm.

Ich hoffe dieser Zustand besser sich. Die Betroffenen haben sich sozusagen schon beim VDD beschwert, ich warte mal ab, ob und wann es dort wieder einen Distanzritt gibt und ob wird dort wie geplant im August starten können.


zurück zu Distanritte 2008


Zurück zum Seiteninhalt